Mutzschen
| Kirchgemeinden |
Ev.-Luth.St.- Peters - Kirchgemeinde Mutzschen mit SK: Cannewitz, Fremdiswalde, |
| Website |
www.kirche-mutzschen.de
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| Adresse |
Markt 8 04688 Mutzschen |
| Kontakt |
Telefon: 034385/51445 |
Für die folgenden Inhalte sind die Gemeinden selbst verantwortlich
Weitere Informationen zu den Gemeinden
Kirchgemeinde Mutzschen
Markt 8
04688 Mutzschen
Tel./Fax: 034385/ 51445
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und Schwesterkirchgemeinden Cannewitz, Fremdiswalde und Ragewitz
Die Stadtkirche Mutzschen![]() |
Als deutsche Siedler um 1100 in das sorbische Musitscin kamen, brachten sie neben dem Pioniergeist für den Ausbau des Landes auch ihren christlichen Glauben in diese Gegend. Nach einer bescheidenen Holzkirche errichteten sie um 1250 eine Kirche aus Stein: mit flacher Decke, starken Mauern und kleinen rundbogigen Fenstern. Das Untergeschoss des Turmes wurde durch zwei Triumphbögen geöffnet und gab den Blick zum Altar mit der Apsis frei. Eine Erweiterung der Kirche ließ Heinrich von Starschedel ausführen. Aus seiner tiefen Frömmigkeit heraus gründete er 1490 ein kleines Kloster in Mutzschen. Die Klostergebäude wurden an die Kirche angebaut, ein Kreuzgang führte vom neuen Nordportal am Turm um den Klosterhof. Bald konnten die Kleriker des Marien-Serviten-Ordens ihre Messe in der neuen Klosterkirche feiern: sie war mit Maßwerkfenstern und Gewölbe sehenswert gestaltet und gab den Psalmengesängen eine wunderbare Akustik.Noch heute zu bewundern ist das Portal von 1490 am Westgiebel. Die Geistlichen des Ordens führten die Reformation in dieser Gegend ein, sie hatten die Pfarrstellen von Mutzschen, Wermsdorf und Fremdiswalde inne. Eine Kanzel wurde errichtet, denn der Schwerpunkt des Gottesdienstes verlagerte sich hin zur Predigt. |
Eine Zäsur brachte das Jahr 1681: noch hatten sich Land und Leute kaum von den Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges erholt, als Stadt und Kirche niederbrannten. Obwohl die Mutzschener mit dem Aufbau ihrer Häuser schwer belastet waren, sorgten sie beharrlich für den Wiederaufbau der Kirche.Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Orgel, 1686 von Tobias G. Trost erbaut, durch ein größeres Werk der Fa. Schmeisser ersetzt. Grundlegend wurde die Kirche 1834 umgestaltet. Sie erhielt größere Fenster, eine neue Kanzel und neue Emporen , um möglichst vielen Gottesdienstbesuchern Platz zu bieten.
Weil 1940 ein zusammengerutschter “unterirdischer Gang” zu einem Einsturz geführt hatte, mußte der Chorraum vom Schiff abgetrennt werden. Der so entstandene verkleinerte Gottesdienstraum entsprach aber auch mehr dem neuen Selbstverständnis der Gemeinde als Glaubens-, Bekenntnis- und Dienstgemeinschaft in einer den Glauben immer mehr ablehnenden Umwelt. Ende der 80ziger Jahre wurde die Kirche – getragen vom ehrenamtlichen Engagement treuer Gemeindeglieder – äußerlich instandgesetzt. 2001 folgte die Innenrenovierung, wobei die Kirche eine neue Kassettendecke erhielt.
St. Peterskirche Ragewitz![]() |
Wer die Autobahn zwischen Leipzig und Dresden benutzt, wird auf halber Strecke von ihm gegrüßt – dem Kirchturm von Ragewitz.Mit seinen 36 Metern ist er das höchste Bauwerk in unserer Region. Wie ein Wahrzeichen überragt er weithin sichtbar unsere Dörfer, Äcker, Wiesen und Felder und verleiht somit der Landschaft zwischen Mutzschen und Zschoppach ihr unverwechselbares Gepräge.Aus mehrfachen Erwähnungen in Kirchenbüchern ist zu schließen, dass Ragewitz mit seinen Dörfern seit dem 12. Jahrhundert in Döben eingepfarrt gewesen ist. Später wurde Ragewitz eine selbständige Gemeinde, deren Pfarrer allerdings noch lange Zeit von Döben aus eingesetzt wurden. 1878 musste die alte Ragewitzer Kirche abgetragen werden. “Es war ein armes und baufälliges Kirchlein, darin bei Regenwetter der Pfarrer auf der Kanzel nicht trocken stehen will…”, so heißt es in den Kirchenbüchern aus dieser Zeit. Der Grundstein für die neue Kirche wurde 1872 an anderer Stelle gelegt, und schon zwei Jahre später konnte sie als St. Peterskirche zu Ragewitz eingeweiht werden.Entsprechend groß ist das Engagement der Gemeindeglieder für ihre Kirche. 1992 erneuerten sie mit eigenen Kräften den Farbanstrich im Kircheninneren und setzten damit ein Zeichen für die Erhaltung der Kirche. Die Instandsetzung der Kirchenhülle allerdings ist – angesichts der Größe des Bauwerks – auch mit noch soviel Engagement nicht durch Eigeninitiative zu leisten. |




